Michelin in Karlsruhe: Sehr gute Erfahrungen mit der grenzüberschreitenden Ausbildung

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In Baden-Württemberg und besonders in der Technologie-Region Karlsruhe zeichnet sich ein steigender Mangel an qualifizierten Fachkräften ab. Im benachbarten Elsass hingegen herrscht hohe Arbeitslosigkeit, vor allem bei jungen Menschen. Die Michelin AG & Co. KGaA hat darauf schon vor Jahren reagiert: 2013 begann der erste Franzose, der 19-jährige Valentin Busche, seine Ausbildung als Instandhaltungstechniker bei Michelin. Möglich gemacht hatte es das Rahmenabkommen, das zur Förderung der grenzüberschreitenden Mobilität von Auszubildenden gestartet war.

Nach vier Jahren zieht die Ausbildungsverantwortliche bei Michelin in Karlsruhe, Anne Schalk, eine positive Bilanz: „Unsere Ausbilder sind sehr zufrieden mit dem hohen Niveau, das die französischen Azubis mitbringen. Sie sind schon älter und haben einen Abschluss, der unserem Abitur gleichkommt, nur dass er bereits aus der technischen Fachrichtung kommt“. Insgesamt haben bei Michelin bereits 13 Franzosen ihren Abschluss gemacht. Und bis auf einen Studierenden sind alle übernommen worden und im Unternehmen geblieben.

Für das Unternehmen selbst hat die grenzüberschreitende Ausbildung einen hohen Stellenwert: es wirbt dafür auf Fachmessen in der französischen Nachbarschaft, ist Partnerschaften mit Bildungsinstitutionen eingegangen und lädt Lehrkräfte aus Frankreich zu Betriebsführungen ein. Anne Schalk bekommt auch viel Unterstützung von der französischen Handelskammer und dem dortigen Regierungspräsidium. Vor allem aber Mund-zu-Mund-Propaganda hat geholfen, französische Jugendliche für eine Berufsausbildung bei Michelin zu begeistern. Vor kurzem haben zwei der französischen Michelin-Azubis sogar den in Frankreich ausgeschriebenen Preis „Les Palmes de l‘apprentisage transfrontalier 2017“ gewonnen. Sie hatten sich in Eigeninitiative dafür beworben und mit ihren Erfahrungsberichten zur grenzüberschreitenden Ausbildung die Jury überzeugt.

Da der Eingang von Bewerbungen deutscher Jugendlicher weiter zurückgeht, sieht sich Michelin auf einem guten Weg. Denn in den nächsten Jahren werden im Betrieb verstärkt Fachkräfte in Rente gehen. Wie bisher versucht das Unternehmen drei bis fünf Mechatroniker von deutscher Seite auszubilden. Bei guten schulischen Voraussetzungen könnten es sogar mehr sein. Die französischen Azubis kommen zusätzlich dazu, sie stehen nicht in Konkurrenz zu den Deutschen, betont Anne Schalk: „Jeder bringt für sich selbst große Stärken mit, die wir durchwegs brauchen. Diese Vielfalt ist absolut positiv“. In diesem Jahr starten neun Mechatroniker ihre Ausbildung bei Michelin. Darunter sind erstmals doppelt so viele Franzosen (6) wie Deutsche (3).

Ausführliche Informationen und Beratung zum Thema grenzüberschreitende Ausbildung gibt es beim Kooperationsnetzwerk EURES-T Oberrhein.

Mehr zur Ausbildung bei Michelin erfahren Sie hier.


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veröffentlicht von on Mittwoch, 13. September 2017. gespeichert unter Allgemein. You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0. You can leave a response or trackback to this entry

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